Petition zur Abschaffung des Schildes "Radfahrer absteigen"
Mit einer aktuellen Petition beim Deutschen Bundestag setzt sich Andreas Roeschies aus Remscheid für die Abschaffung des Verkehrszusatzzeichens "Radfahrer absteigen" (Zeichen 1012-32) ein. Zur Begründung führt der Petent an, dass das Zeichen überflüssig sei, weil für den gewünschten Zweck bereits Zeichen 254 ("Verbot für Radfahrer") existiere. Eine Reduzierung der Zahl der Verkehrsschilder vereinfache die Verkehrsregeln, und damit würden diese auch leichter befolgt.
Der ADFC ergänzt, dass "Radfahrer absteigen" als Zusatzzeichen kein Ge- oder Verbot enthalten kann und auch nicht einzeln aufgestellt werden darf. Im Verkehrszeichenkatalog steht es unter "sonstige Hinweise durch verbale Angaben", wird aber von Behörden und Straßenbauunternehmen oftmals als Verbotsschild missbraucht.
Damit eine Petition im Petitionsausschuss öffentlich beraten wird, muss sie von 50.000 oder mehr Personen unterstützt werden. Die Mitzeichnungsfrist endet am 17.06.2010. Wer die Petition unterstützen möchte, kann das hier tun:
Landesweite Leitlinien für Verkehrsentwicklung werden fortgeschrieben
Der Landesentwicklungsplan Sachsen
wird fortgeschrieben. Dieses Planwerk legt landesweit die Grenzen und Grundzüge
für die Entwicklung des Landes im Rahmen eines „fachübergreifenden
Gesamtkonzeptes“ vor. Dieses Gesamtkonzept gilt dann wiederum für etwa
zehn Jahre.
Die Eckpunkte mit den wesentlichen fachlichen und rechtlichen
Gesichtspunkten zur Fortschreibung des Landesentwicklungsplanes betreffen unter
anderem auch Aspekte des Verkehrs an Sachsen. In diesem Zusammenhang wird der
Fachliche Entwicklungsplan Verkehr (FEV) in den Landesentwicklungsplan
integriert.
Wettbewerb für Firmen, die Fahrrad fahrende Mitarbeiter mögen
Dass das Fahrrad ein absolut klima- und umweltverträgliches
Verkehrsmittel ist, ist unumstritten. Die Wirkung des Radfahrens auf
Gesundheit und Wohlbefinden wird aber häufig unterschätzt. Gerade bei
Unternehmen müsste das Fahrrad einen hohen Stellenwert haben, sind
radfahrende Mitarbeiter doch gesünder und leistungsfähiger als ihre Auto
fahrenden Kollegen.
Weil es noch zu viele Chefs gibt, die aus Ihrer Autofahrersicht heraus
das Radfahren noch nicht als Chance begriffen haben, hat der
Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V.
(B.A.U.M.) einen Wettbewerb gestartet und sucht bundesweit die
fahrradfreundlichsten Arbeitgeber. Schirmherr des Wettbewerbs ist Prof.
Dr. Klaus Töpfer, unterstützt wird er von zahlreichen Firmen der
Fahrradbranche.
Fahrradständer: Nur Geprüfte Abstellanlagen verwenden!
Ein Fahrradparklplatz ist durchaus nichts Simples. Viele Anforderungen sind zu erfüllen. So muss man Fahrradrahmen und Laufrad anschließen können, auch Damenfahrräder sollten sicheren Halt haben, beim Beladen sollten Räder nicht umkippen, die Laufräder aber auch der Rahmen sollten geschont werden, der Abstand zum Nachbarfahrrad sollte ausreichend sein usw.. Dementsprechend gibt es sehr gute und katastrophale Abstellanlagen. Vielerorts werden immer noch billige Felgenkiller aufgestellt. Woanders werden zugunsten des Designs Funktionsmängel hingenommen, obwohl es optisch ansprechende Alternativen gibt.
Unser dringende Bitte: nur ADFC-geprüfte Abstellanlagen verwenden!
Der ADFC Sachsen hat eine neue Vereinszeitschrift. Nach 20 Jahren wird der Radreport abgelöst durch den Reflektor.
Die erste Ausgabe des Reflektor befasst sich mit einem Blick über den
sächsischen Tellerrand. Wir berichten über die erfolgreiche
Verkerhspolitik der Stadt Kopenhagen. Außerdem gibt es Nachrichten aus
Dresden, Leipzig und Chemnitz und aus dem sächsischen Landesverband des
ADFC. In einem weiteren Artikel werden die Neuerungen der seit
September 2009 geltenden StVO vorgestellt.
Der ADFC beteiligt sich mit einem eigenen Stand auf der Rad- und Freizeitmesse Bike+Outdoor vom 12.-14. März in Dresden. Wir stellen
auf der Messe unsere Arbeit vor und helfen bei Fragen rund ums Radfahren weiter.
Außer dem ADFC-Stand sind u.a. folgende Attraktionen vorgesehen:
• Trial-Vorführungen der Super-Trial-Show
• Trike-Race-Parcours
• BMX-und Mountainbike-Wettbewerb auf Dirtbike-Halfpipe
• E-Bike-Teststrecke
• Radpolo-Turnier mit Mannschaften aus Dresden, Leipzig, Berlin und München.
Die steigende Bedeutung des Radverkehrs spiegelt sich im ADFC Sachsen wieder. Diesen Mittwoch konnten wir unser zweitausendstes Mitglied begrüßen. Markus Horn stammt ursprünglich aus Zittau, arbeitet seit einiger Zeit in Dresden und lebt in der Dresdner Johannstadt.
Der ADFC Sachsen ist im letzten Jahr um über 10% gewachsen. "Daran wollen wir dieses Jahr anknüpfen", sagt Konrad Gähler, Mitgliederbeauftragter des Vereins. "Nur wenn der ADFC groß ist und gegenüber Politik und Verwaltung Akzente setzen kann, wird sich endlich die Situaion für Radfahrer verbessern." Im Vergleich zum Autolobbyisten ADAC ist unser Verein noch sehr klein. Die Richtung stimmt aber.
Verkehrsbehörden müssen jetzt handeln: Radfahren auf der Fahrbahn ist der Regelfall
ADFC-Mitglied erwirkt Grundsatzurteil
Der
Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat in einem wegweisenden Urteil die
Rechte der Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer gestärkt
und bestätigt, dass Radfahrer im Regelfall auf der Fahrbahn fahren
dürfen und Städte und Gemeinden nur im Ausnahmefall Radwege als
benutzungspflichtig kennzeichnen dürfen. Der Kläger, der örtliche
Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Regensburg, setzte sich
mit Unterstützung des ADFC Bayern in zweiter Instanz gegen die Stadt
Regensburg durch, die nun zwei gemeinsame Geh- und Radwege von der
Benutzungspflicht befreien muss.
Das Netz der touristischen Radwege in der Oberlausitz wird weiter verdichtet. Der Seeadlerradweg führt auf einem Rundkurs von gut 80 Kilometern Länge durch das Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ und kreuzt dabei die Radfernwege Frosch- und Spreeradweg sowie den regionalen Radweg „Sorbische Impressionen“.
Viele waren es ja nicht gerade, die dem Ruf zur Sternfahrt des ADFC Sachsen nach Geyer gefolgt waren. Immerhin war eine Steigerung zu den vergangenen beiden Jahren zu verzeichnen, denn da waren die Sternfahrten leider ausgefallen.
Firmen sparen Millionen durch Radfahrende Arbeitnehmer
Studie aus den Niederlanden belegt: Arbeitgeber sparen 27 Millionen Euro pro Jahr durch mit dem Rad zur Arbeit pendelnde Mitarbeiter
Arbeitnehmer die regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren sind seltener Krank geschrieben. Sie versäumen durchschnittlich einen Arbeitstag weniger pro Jahr als nicht Radfahrende Kollegen. Das geht aus einer TNO-Untersuchung hervor, deren Ergebnisse während der FietsVak 2009 in Rosmalen vorgestellt wurden.
Im sächsischen "Lenkungsausschuss Verkehrssicherheit" sind mehrere Ministerien, Verbände und Institutionen, unter anderem auch der ADFC Sachsen, vertreten. Da die Zahl der Radunfälle in Sachsen in den letzten Jahren stieg, forderte der ADFC seit Längerem, dass sich der Lenkungsausschuss stärker mit dem Radverkehr auseinandersetzt.
Bundesverkehrsminister zeichnet einmaliges
Ausleihsystem aus
Das Ausleihsystem „Chemnitzer Stadtfahrrad“ des
Vereins Chemnitzer Gewölbegänge wurde am 24. Juni zum 3. Bundeskongress
Nationale Stadtentwicklungspolitik in Essen durch den Bundesminister für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee, ausgezeichnet. Nach
Chemnitz ging ein Sonderpreis in der Kategorie „Die Stadt von morgen bauen –
Klimawandel, erneuerbare Energien und nachhaltige Umweltgestaltung“.
Fahrrad und Bahn auf dem Vormarsch – kaum Wachstum auf der Straße
Studie zur Mobilität in Deutschland:
Deutschland verabschiedet sich vom Klischee, das Vorzeigeland der Autofahrer zu sein. Die großangelegte Studie „Mobilität in Deutschland“ belegt für die Jahre 2002 bis 2008 eine bemerkenswerte Trendwende im Verkehrsverhalten der Deutschen hin zu umweltfreundlichen Verkehrsträgern: Gemessen an der Zahl der Wege stiegen die Deutschen vor allem auf das Fahrrad (+ 17 %) oder auf Bahn und Bus (+ 14 %) um. Auch als Fußgänger waren die Deutschen mehr unterwegs: Zwischen 2002 und 2008 wuchs die Zahl der zu Fuß zurückgelegten Wege um 6 %. Während die Verkehrsträger des Umweltverbundes (Fahrrad, Öffentlicher Verkehr und Fuß) deutliche Zuwächse verbuchen, stagniert die Zahl der Wege beim Autoverkehr. Betrachtet man nicht den Fahrer, sondern nur die Mitfahrer, dann sanken die mit dem Pkw zurückgelegten Wege sogar um 5 %, haben die Forscher von Infas und DLR im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums ermittelt.
Quelle: Pressemitteilung der Allianz pro Schiene
Sind Asphaltradwege ökologisch bedenklich?
Immer wieder wird die Verwendung von Asphalt beim Bau von Radwegen mit der Begründung abgelehnt, dass Asphaltradwege eine besonders hohe Versiegelungswirkung hätten. Eine Studie der Mecklenburg-Vorpommerschen Landesregierung kommt zu einem anderen Ergebnis:
Radwege mit asphaltierter (gebundener) Deckschicht stellen keine Versiegelung der Landschaft dar. Radwege mit ungebundenen Materialien wie Splitt, Schotter, Sand oder Brechgut aus Abrissobjekten sind keine ökologisch begründbaren Alternativen.
Ende September wird der Bundestag neu gewählt. Gerade die Bundesebene ist für Radfahrer interessanter, als viele denken. Schließlich sind wichtige Verkehrsregelungen wie die Radwegbenutzungspflicht, die StVO oder radrelevante Verwaltungsvorschriften Angelegenheiten des Bundes. Und auch über den Fortgang der bundesweiten Radverkehrsförderung (Nationaler Radverkehrsplan) entscheidet man mit seiner Stimme zur Bundestagswahl. Wir haben eine Übersicht über die fahrradrelevanten Aussagen der Bundesparteien gefunden und schreiben deshalb keine eigene. Viel Spaß bei der Lektüre und eine gute Wahl!
Der Radverkehr und die Landtagswahl
Knapp vor der Landtagswahl in Sachsen hat der ADFC die verkehrspolitischen Prioritäten der Parteien untersucht. Wir wollten wissen, welche Rolle der Radverkehr bei den sächsischen Politikern spielt, oder ob das Fahrrad vielleicht bei mancher Partei überhaupt nicht vorkommt. Dabei haben wir zunächst nach den Worten „Fahrrad“, „Radfahren“ und „Radverkehr“ gesucht und dann das Thema Verkehr inhaltlich analysiert.
Am 21. und 22. November findet in den Leipziger Messehallen die "abgefahren - die Messe rund ums Rad" statt. Als Nachfolger von Fahrrad.Markt.Zukunft hat sie als Schwerpunkt die Präsentation von Fahrradherstellern und -händlern, Zielen für Kurz- und Langurlaube mit dem Fahrrad sowie fahrradfreundlicher Unterkünfte, kombiniert mit Beratungsmöglichkeiten
und Fahrradparcours.
Zum sechsten Mal findet dieses Jahr die beliebte Gemeinschaftsaktion „Mit
dem Rad zur Arbeit“ von ADFC und AOK statt. ZIel ist Lust zu machen, den Arbeitsweg per Rad zurückzulegen und damit Gutes für die eigene Gesundheit und für die Umwelt zu tun. Der Aktionszeitraum beginnt am 01. Juni 2010.
Pendler
zwischen Leipzig und Chemnitz haben das Problem, dass die Fahrradmitnahme im
Zug weder kostenlos noch barrierefrei ist. Für Leipziger jedoch, die zur Arbeit
nach Chemnitz pendeln, gibt es eine Lösung: Citybike Chemnitz mit Standort auf
dem Querbahnsteig des Chemnitzer Hauptbahnhofs. Ankommen, Fahrrad übernehmen,
zur Arbeit radeln und nachmittags zurück und ab in den Zug.
Am 1. Juni begann der Aktionszeitraum
der Gemeinschaftsaktion von AOK und ADFC. Wer von Anfang Juni bis
Ende August an mindestens 20 Tagen zur Arbeit mit dem Rad fährt,
tut etwas für seine Gesundheit und hat die Chance tolle Preise
zu gewinnen. Für 3er-Teams gibt es sogar einen Extra-Preis. Und
zum zweiten Mal wird das Super-Team gesucht, das sich durch kreative
Bewerbungen auszeichnet.
Im
ADFC-Tourenportal gibt es die schönsten ADFC-Touren zum Herunterladen.
Über 130.000 Kilometer Radrouten stehen schon
bereit, darunter alle D-Netz-Routen sowie die Wege aus "Deutschland per Rad entdecken". Das Angebot wird nach und nach auf weitere Routen
ausgeweitet.
Um weitere Strecken aufnehmen zu können, werden in ganz Sachsen noch
Redakteure gesucht. Benötigt wird ein Windows-PC, Streckenkenntnis und
etwas Zeit. GPS-Kenntnisse sind von Vorteil, aber nicht Bedingung.
Breslau (Wroclaw) ist eine sehenswerte Stadt, aber sehr weit weg. Sechs bis
neun Stunden dauert die Zugfahrt von Dresden dorthin! Das mehrfache
Umsteigen macht eine Reise mit Fahrrad im Gepäck doppelt unattraktiv.
Ab März wird alles besser. DB Regio und die polnische Staatsbahn
einigten sich auf drei durchgehende Zugläufe von Dresden Hbf nach
Wroclaw Glowny und zurück. Die Triebwagen halten in Dresden-Neustadt,
Bautzen, Görlitz sowie in einigen polnischen Städten. Reisezeit: 3:30
Stunden! Dazu gibt es ein "Dresden-Wroclaw Spezial" - ein günstiger
Pauschalpreis für Hin- und Rückfahrt (genaue Höhe derzeit noch offen).
Neuer Radweg auf stillgelegter Bahntrasse in Hainichen freigegeben
Die stillgelegte Bahnstrecke Hainichen – Roßwein liefert die Trasse für den
heute freigegebenen neuen Radweg zwischen Hainichen und Schlegel. Er ist
Bestandteil des Radwegenetzes der Stadt Hainichen. Zukünftig soll damit die
Stadt besser an die Erholungsbereiche im Striegistal angebunden werden.
Wissen Sie immer genau, wo
Sie mit Ihrem Fahrrad hingehören? Ja klar: Fahrräder sind Fahrzeuge und gehören
wie alle anderen Fahrzeuge grundsätzlich auf die Fahrbahn (§2 Abs. 1 StVO). Es
gibt aber doch eine ganze Menge von Ausnahmen.
Muss man immer auf Radwegen fahren, wenn es
welche gibt?
Darf man Radwege grundsätzlich in beide
Richtungen benutzen?
Wie schnell darf man auf kombinierten Geh- und
Radwegen fahren?
Müssen für Radfahrer freigegebene Fußwege von
diesen auch benutzt werden?
Vom
8. bis 9. November 2008 fand im lichtdurchfluteten Bürgersaal des Rathauses in
Dortmund unsere Bundeshauptversammlung statt. Der Landesverband Sachsen war, wie
im Vorjahr, mit vier Delegierten vertreten. Dazu gab es ein Wiedersehen mit
unserer ehemaligen stellvertretenden Landesvorsitzenden Dr. Carmen Hagemeister
samt Familie, die nun ein Hamburger Mandat vertrat.
Wer
einmal auf die Idee kommt, sein Fahrrad in öffentlichen sächsischen
Verkehrsmitteln mitzunehmen, wird
schnell das sächsische Tarifwirrwar lieben lernen. Alleine 5 (!) verschiedene
Verkehrsverbünde mit jeweils eigenen Tarifen und eigenem Kleingedruckten gibt
es im Freistaat (siehe Kasten). Weil das noch nicht verwirrend genug ist, sind
da auch noch Bereiche, die zu keinem Verkehrsverbund gehören – mit eigenen
Regeln zum Ticketkauf. Wer Verbundgrenzen überqueren will, muss wieder andere
Vorschriften beachten. Zudem gibt es noch etliche Sonderangebote, die teilweise
auch in Bayern, Tschechien und Polen gelten.
Bahnfahren mit Fahrrad - Erfahrungsberichte aus Sachsen
Beispiel 1: VVO – MDV
Im
Frühjahr 2007 war ich von Dresden aus, mehr oder weniger den ganzen Tag, mit
dem VVO (Raum Dresden-Oberelbe) unterwegs. Abends sollte es dann nach Leipzig
gehen. Auf jeder Fahrt zwischen Dresden und Leipzig hatte ich in der
Regionalbahn immer wieder gehört, dass der eine Verkehrsverbund in Riesa (VVO)
endet und der andere in Oschatz (MDV) beginnt. Nach meiner Logik grenzten VVO
und MDV damit aneinander. In Wirklichkeit tun sie dies jedoch nicht.
Im
vergangenen Jahr sind in Sachsen mehr als 15.000 Fahrraddiebstähle angezeigt
worden. Die Polizei konnte allerdings nur etwa jeden achten dieser Fälle
aufklären, nämlich knapp 1.900 oder 12,4 Prozent. Besonders in Leipzig und Dresden
sind Fahrraddiebe aktiv – und werden kaum erwischt. Mit 6,2 beziehungsweise 8,9
Prozent waren die beiden Städte bei der Aufklärungsquote im vergangenen Jahr
die sachsenweiten Schlusslichter. „Auf dem Land“ ist die Polizei deutlich
erfolgreicher: So konnte sie im Muldentalkreis 35 Prozent aller angezeigten
Fahrraddiebstähle aufklären.
Unser Leipziger ADFC-Vorstandsmitglied Winfried Niebes will sich im Bundes-Fachausschuss Öffentlicher Verkehr um die Thematik „Nahverkehr“ kümmern. Es sollen jedoch nicht nur die Belange der Radfahrer, sondern die aller Reisenden in Bahnen und Bussen behandelt werden. Das leidige Thema der Radmitnahme im Fernverkehr, insbesondere im ICE, wird auf höchster Ebene des ADFC „politisch“ bearbeitet. Wer also Erfreuliches oder negative Erfahrungen erlebt hat, bitte mit kurzem Beitrag melden an: winfriedniebes (at) gmx.de
Schwachstellenanalyse Zschopauradweg
Der ADFC Leipzig e.V. führt zurzeit am Zschopauradweg zwischen Frankenberg und Döbeln-Technitz eine Schwachstellenanalyse durch. Auftraggeber ist der Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland, der aktiv darum bemüht ist, die Bedingungen für den Fahrradtourismus in der Region zu verbessern.
Die Sächsische Radverkehrskonzeption 2005 kritisiert am Zschopauradweg vor allem die zahlreichen Steigungen und die flussferne Führung. In Absprache mit den einzelnen Gemeinden will der ADFC Leipzig Routenverlegungen zur Minimierung der Steigungen vorschlagen. Außerdem werden die Wegweisung und der Ausbaustandard auf Mängel überprüft. Die Schwachstellenanalyse wird Ende November 2008 abgeschlossen sein.
Döbeln hält den Standard
Neue Wegweiser am Muldentalradwanderweg
2007 hat der ADFC Sachsen e.V. für den Muldental-Radwanderweg eine Schwachstellenanalyse durchgeführt. Für etwa 300 km Flussradweg wurden alle Schwachstellen hinsichtlich Wegweisung, Ausbaustandard und Routenführung in Befahrungsprotokollen erfasst. Außerdem wurde ein umfangreicher Maßnahmenkatalog erstellt.
Bei der Beseitigung der aufgezeigten Schwachstellen sind nun die Kommunen zwischen Hartenstein an der Zwickauer Mulde, Nossen an der Freiberger Mulde und Löbnitz an der Vereinigten Mulde gefordert. Und sie sind dabei unterschiedlich schnell. Ein großes Lob gebührt der Stadt Döbeln. Sie hat nicht nur Abschnitte des Muldental-Radwanderweges, die 2007 zweimal überflutet und zerstört worden waren, im Frühjahr 2008 asphaltiert, sondern im Juni die gesamte Stadt mit Wegweisern nach den Standards der Radverkehrskonzeption Sachsen ausgestattet. Die Stadt ist damit hinsichtlich ihrer Beschilderung fortschrittlicher als die Landeshauptstadt Dresden am beliebtesten Radfernweg Deutschlands.
Für die Mulde bleibt zu hoffen, dass die Schilder in Döbeln recht lange erhalten bleiben und dass die anderen Gemeinden nachziehen, damit das Radeln an der Mulde so richtig zum Vergnügen wird!
Antje Clauß und Monika Micheel
Mehr Geld für Radwege
"Ein gestiegenes Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein und stetig in die Höhe kletternde Spritpreise lassen immer mehr Leute vom Auto auf das Fahrrad umsteigen", äußerte Sachsens Verkehrsminister Thomas Jurk (SPD). "Deshalb wollen wir verstärkt Radwege fördern."
Für den nachträglichen Bau von Radwegen an Staatsstraßen werden in der Förderperiode 2007 – 2013, rund 11 Mio. € eingesetzt. Darüber hinaus hat sich die Staatsregierung auf ein Landesprogramm zur Förderung des kommunalen Radwegebaus in Höhe von 5 Mio. € pro Jahr geeinigt.
Jochen Böttcher, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC Sachsen begrüßt, dass Geld für den Radverkehr bereitsgestellt wird, äußert aber auch Bedenken: "Was wir brauchen ist eine gesamtheitliche Förderung des Radverkehrs. Solange die meisten Kommunen dazu keine Konzeption haben oder wichtige Themen wie Öffentlichkeitsarbeit und Verkehrsklima ausblenden, können wir nicht zufrieden sein."
Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit & ADFC Sachsen
Fahrradkarte im Internet
Die Bahn verkauft ihre Fahrkarten am
liebsten im Internet. Das ist
kostengünstig, spart sie doch Mitarbeiter und teure Automaten. Umso
erstaunlicher, dass man Fahrradkarten dort nicht erwerben konnte.
Richtigstellung zum Radreportbericht von der letzten Landesdelegiertenversammlung
Auf der letzten Landesdelegiertenversammlung ist unser Vorstandsmitglied Michael Haase zurückgetreten. Zur Darstellung im letzten Radreport bittet er um eine Richtigstellung, der wir natürlich nachkommen.
Fazit des ADFC Sachsen aus der Antwort der Staatsregierung auf die Große Anfrage von B90-Die Grünen
Die Landtagsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN stellte Anfang 2008 eine
umfassende Große Anfrage zu allen Themen des Radverkehrs an die
Sächsische Staatsregierung. Die Antwort gibt einen guten und in großen
Teilen ernüchternden Einblick über die Ziele der Politik in Sachen
Radfahren und die Arbeit der sächsischen Verwaltung. Folgend eine Zusammenfassung und Bewertung aus unserer Sicht.
Seit kurzem präsentiert sich die Internetsuchmaschine für
fahrradfreundliche Unterkünfte www.bettundbike.de
nicht nur in neuem Outfit, sondern v. a. auch mit erweiterten Funktionen.
Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat das Ziel,
mehr Menschen zum Radfahren zu bewegen und dadurch Gesundheit und Umwelt zu
stärken. Dafür muss das Radfahren nicht nur Spaß machen, es muss auch sicher
sein.
Eine Grundlage für die Sicherheit ist das regelgerechte
Verhalten aller. Leider haben sich über Jahre sowohl bei Rad- als auch bei
Autofahrern gefährliche Verhaltensweisen eingebürgert. So überholen viele
Autofahrer ohne den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern, Radfahrer fahren häufig
illegal auf Gehwegen, mitunter in der falschen Richtung. Viele Autofahrer
schauen beim Abbiegen nicht nach Fahrrädern oder vergessen das Blinken,
Radfahrer fahren ohne Beleuchtung durch die Nacht oder ignorieren rote Ampeln.
Der ADFC macht ein Radtourenbuch und braucht Ihre Unterstützung
Der ADFC und der Verlag PRO LEIPZIG arbeiten an einem Radtourenbuch. Unterstützt werden sie dabei durch den Kabarettisten Gunter Böhnke, der selber passionierter Radfahrer ist. Die umfangreichen Vorarbeiten sind sehr weit vorangekommen. Wenn alles gut geht, wird das Buch dieses Jahr in die Läden kommen. Im Buch werden eine Unzahl Touren durch alle Winkel Sachsens beschrieben.
Was uns noch fehlt, sind schöne Bilder zur Illustrierung der einzelnen Tourenbeschreibungen. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe! Gesucht ist alles, was mit den Touren in Zusammenhang steht, sprich alle möglichen und unmöglichen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecken. Sicherlich sind Sie einen der Wege schon mal gefahren. Haben Sie schöne Bilder gemacht? Würden Sie die gerne teilen?
Was kann ich tun, um das Radfahren zu fördern? Im Verein, in der Politik oder Stadtverwaltung?
Das kostenlose "Inspirationsbuch" Fahr Rad! Wege zur Fahrradstadt zeigt vielfältige Möglichkeiten auf, wie der Radverkehr kreativ und zielführend gefördert werden kann.
Chemnitz: 315.000 Euro fürs Radeln am Ufer der Chemnitz
Die ersten Radler traten gestern auf dem neuen Radweg in die Pedale. Foto: Zschage
Per Drahtesel oder auf Skater-Rollen das Chemnitztal erkunden: Seit gestern ist dieses Ziel ein Stückchen näher gerückt. Nach drei Monaten Bauzeit wurde das zweite Teilstück des Chemnitztal-Radweges eingeweiht. „Wegen der günstigen Witterung konnte die 1,7 Kilometer lange und 2,50 Meter breite Piste zwischen Dammweg und Bornaer Straße sogar drei Wochen früher fertiggestellt werden“, freute sich Jan Herfter vom Tiefbauamt. Kosten: 315000 Euro, davon 75 Prozent Fördermittel.
Schon im November 2005 gab es zwischen Lohrstraße und Dammweg grünes Licht für Radler. Insgesamt zieht sich der neue Weg jetzt drei Kilometer am linken Ufer der Chemnitz entlang. Für den 3. Abschnitt bis zur Heinersdorfer Straße und das 4. Teilstück zur Stadtgrenze sind die Planungen bereits abgeschlossen. Wenn alles klappt, können die Chemnitzer 2010 vom Stadtpark bis nach Wechselburg am Fluss entlangradeln. (pap)
Chemnitz.Rechtzeitig mit dem schönen Wetter hat der Verkehrsverbund Mittelsachsen(VMS) ein kleines Radwanderheft herausgebracht. Für Ausflügler, Touristen und Familien wurden fünf Routen zusammengestellt. Die verschiedenen Strecken bieten durch die unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgrade für Jeden das Richtige.
Folgende Routen werden ausführlich beschrieben, Aussichtspunkte, Sehenswürdigkeiten und Gasthöfe für eine verdiente Rast sowie die An- und/oder Abreisemöglichkeiten mit Bussen und Bahnen angegeben:
Die Elbstadt Riesa plant einen Lückenschluss für den linken Elbradweg. Derzeit ist vor den Toren der Stadt Schluss, nur der rechtselbische Weg ist durchgehend. Der neue Weg sollte ursprünglich flussnah verlaufen, doch der Bauausschuss der Statt stoppte kürzlich diese Planungen.
Die neue BVA-Regionalkarte "Oberlausitz" im Maßstab 1 : 75.000 ist seit April auf dem Markt (Preis 6,80 Euro). Sie umfasst das Gebiet zwischen Schwarzer Elster und Neiße.
Für alle, die mit der Finanzierung und Förderung von Maßnahmen für den Radverkehrs, sei es z.B. Wegebau, Abstellanlagen oder Wegweisung, zu tun haben, gibt es jetzt ein neues Hilfsmittel im Internet.
Der Freistaat besitzt seit November 2005 eine Konzeption für den Radverkehr. Damit soll Sachsen sowohl für Alltagsradfahrer als auch für Radreisende attraktiver werden.
Der ADFC Landesverband hat eine umfangreiche Stellungnahme erarbeitet.
Der ADFC Landesverband Sachsen hat seine Webseite umgestellt. Eine gefällige, dem ADFC-Design angepasste Gestaltung, Suchmöglichkeit und das Angebot, Meldungen als RSS zu abbonieren sind einige neue Merkmale für den Besucher. Für uns bietet sich der Vorteil durch das Anwenden eines CMS Inhalte schnell und unkompliziert online zu stellen (CMS = Content Management System).
Verwendet wird das Open-Source CMS Joomla!. Joomla! ist kostenlos und einfach zu Bedienen. Benötigt wird nur ein Provider mit PHP -Unterstütztung und einer Datenbank. Die monatlichen Kosten liegen unter 5 Euro.
Die ADFC-Designvorlage kann kostenfrei an andere ADFC-Gruppen weitergegeben werden, wenden Sie sich dafür bitte an den Webmaster.