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Jahraus, jahrein bietet Silvester die Gelegenheit um unterschiedlichste Vorsätze zu fassen, mit denen das neue Jahr besser werden soll als das alte.

Ein naheliegender Vorsatz lautet: Ab jetzt mit dem Rad zur Arbeit! Dafür spricht eine Menge offensichtlicher Dinge, wie die Vermeidung von Staus und stockendem Verkehr.

Gerade nach den mit fettem Braten und Christstollen eher "nährstoffreichen" Weihnachtsfeiertagen stellt sich für viele Leute zu Silvester stärker denn je die Frage: Wie bekomme ich möglichst viele Kalorien verbrannt?

Regelmäßiges Radfahren eignet sich perfekt, um den Fettstoffwechsel anzukurbeln. Gleichzeitig beansprucht die Bewegung auf dem Rad - anders als viele andere Sportarten - kaum die Gelenke. Radfahren ist gesund. Aber was heißt das eigentlich konkret?

Schon 30 Minuten täglicher Bewegung auf dem Rad reichen aus um das Risiko eines Herzinfarkts zu halbieren. Ebenso halbiert wird die statistische Wahrscheinlichkeit, an Altersdiabetes zu erkranken. Dass auch das Risiko von Fettleibigkeit um die Hälfte sinkt, versteht sich von selbst. Auch das Risiko von Bluthochdruck liegt bei regelmäßigen Radfahrern 30% niedriger als beim Bevölkerungsdurchschnitt.

reflektor 2016 3Dreimal im Jahr erscheint das Reflektor Magazin, die Zeitschrift für Mobilität, Verkehrspolitik und Fahrradkultur. Nachdem die Mitglieder des ADFC Sachsen die aktuelle Ausgabe schon mit der Post bekommen haben, stellen wir hier die digitale Version zur Verfügung.

Das Titelthema der neuen Ausgabe handelt von Radschnellwegen. Sie sind die neue Lösungsstrategie um besonders Pendler mit Wegelängen bis zu zehn Kilometern vom Auto auf das Fahrrad zu bringen. Kreuzungsfrei, mit wenig Wartezeiten und wenig Stress bringen sie plötzlich ein bisschen Bewegung in den Arbeitsweg. Und der Stadt Erlösung von den vermeintlichen Zwängen des Autoverkehrs. Wir haben uns mit dieser neuen Infrastrukturgattung beschäftigt und sind schon gespannt, wann das erste Projekt in Sachsen an den Start geht.

Alle Ausgaben des Reflektor Magazins finden Sie auf www.reflektor-magazin.de.

ADFC: Familienfreundliche Rad-Infrastruktur fehlt

Heute tritt eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Neu ist, dass Rad fahrende Kinder unter acht Jahren auf dem Gehweg von einer Aufsichtsperson begleitet werden dürfen. Alternativ dürfen sie nun auf baulichen Radwegen fahren, so vorhanden. Auf Radfahr- und Schutzstreifen dürfen Kinder unter acht weiterhin nicht fahren. Der ADFC kritisiert das Fehlen einer familienfreundlichen Infrastruktur.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Es ist kein Wunder, dass immer mehr Elterntaxis Schul- und Kitazufahrten verstopfen und damit zum Problem werden. Diese Eltern fühlen sich außerhalb des Autos nicht mehr sicher – das muss die Verkehrspolitik dringend ändern! Wir brauchen viel mehr Tempo 30, nicht nur vor Kindergärten und Schulen. Und wir brauchen intuitiv verständliche, durchgängige Radverkehrsnetze, auf denen Vater, Mutter, Kind, Oma und Opa gerne und komfortabel Rad fahren können. Solche Systeme sind in Deutschland absolute Mangelware.“

...weiterlesen auf www.adfc.de

Zum Christbaumkauf in die überfüllte Stadt – Parkplatzsuche, Schlepperei und hinterher noch das vollgenadelte Auto reinigen? Das geht auch schlauer, sagen die Rad-Experten vom ADFC. Heutzutage gibt es viele komfortable Alternativen – von kostenfreien Lastenrädern bis zum Cargobike-Lieferservice. Der ADFC verrät die besten Tipps.

ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn sagt: „Egal, welche Lösung man wählt - wer den Weihnachtsbaum auf dem Rad transportieren will, muss darauf achten, dass er sicher befestigt ist, nicht zu weit herausragt und dass Sicht und Fahrtüchtigkeit gewährleistet sind.“

Wer keinen Anhänger hat kann in Dresden und Leipzig auf die Lasten-Leihräder des ADFC zurückgreifen. Einfach buchen, abholen, Baum drauf und fertig!

Mehr zum Thema auf www.adfc.de

Das überholen parkender Autos gleicht nicht selten einem Roulettespiel. Erst am Donnerstag vergangener Woche ereignete sich in Leipzig ein folgenschwerer Unfall: Ein Autofahrer öffnete unaufmerksam die Fahrertür seines Wagens. Eine Radfahrerin, die im Begriff war vorbeizufahren, wich der Tür ruckhaft aus - in den Gleisbereich der Straßenbahn von der sie erfasst und tödlich verletzt wurde.

Wenn Autofahrer beim Aussteigen auf ein kleines Detail achten würden, wären Unfälle dieser Art oft relativ leicht zu vermeiden. Statt die Fahrertür mit der linken Hand zu öffnen, sollte sie mit der rechten geöffnet werden. Durch diesen kleinen Kniff macht man automatisch einen Schulterblick. Gleiches gilt natürlich analog für alle anderen Autotüren.

Dieser "dutch reach" genannte Trick ist auch Bestandteil der Fahrschulausbildung in den Niederlanden. Wir sehen keinen Grund, wieso er nicht auch in Deutschland funktionieren sollte.

Daneben können auch Radfahrer ihre Sicherheit neben parkenden Autos verbessern. Wer mit zu geringem Abstand an parkenden Autos entlangfährt, begibt sich unnötig in Gefahr und trägt unter Umständen außerdem das Risiko einer Teilschuld. Denn auch Radfahrer sind verpflichtet, einen "ausreichenden Abstand" zu halten. Beim Vorbeifahren an parkenden Autos gehen Gerichte von einer Türbreite aus, also je nach Auto einem Abstand zwischen 80 und ca. 150 cm.

Der ADFC Sachsen setzt sich nicht nur für mehr gegenseitige Aufmerksamkeit, sondern auch für sichere Infrastruktur ein. Werden neben parkenden Autos Parkplätze angeordnet, so ist es von hoher Bedeutung, dass dabei ausreichende Sicherheitsabstände, so genannte Sicherheitstrennstreifen, eingehalten werden. Fehlen diese, sind Unfälle mit sich öffnenden Autotüren wahrscheinlicher, weil Radfahrern in der Nähe der parkenden Autos eine falsche Sicherheit suggeriert wird.

The dutch reach könnte vielen Radfahrern Leben retten
www.adfc.de - Seitliche Sicherheitsabstände
Beitrag mit dem ADFC Sachsen bei MDR Umschau

Überall wo gebaut wird, ist das mit Eingriffen verbunden. Manchmal ist ein Eingriff größer, etwa wenn sensible Naturräume betroffen sind. Bei Bahntrassenradwegen sind die erwartbaren negativen Effekte jedoch geringer, da bereits vorhandene Verkehrsinfrastrukturen nachgenutzt werden und sich Radwege sehr gut in den Querschnitt bestehender Bahndämme einpassen.

Doch gerade bei Radwegen auf Bahntrassen war man in Sachsen bisher sehr vorsichtig: Obwohl es sich ja eigentlich um Verkehrsflächen handelt, wurden sämtliche natürlichen Schutzgüter sehr streng bewertet, etwa die Bodenversiegelung und Auswirkungen auf das Grundwasser. Nicht selten stellte sich die Frage, ob nicht vielleicht sogar eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich sei. Die Bemühungen um die Belange des Naturschutzes trieben manchmal extreme bürokratische Blüten. In einem uns bekannten Fall sollte sogar der alte Schotter der Gleisanlage als Sondermüll entsorgt werden.

Nun hat ein Gutachten im Auftrag des Sächsischen Umweltministeriums mögliche Umweltwirkungen bei Bau und Betrieb von Radwegen auf Bahntrassen untersucht. Für den Bau von Radwegen auf Bahntrassen konnten dabei allgemeine Aussagen zu Beeinträchtigungen verschiedener Schutzgüter getroffen werden, die nahelegen, dass in den meisten Fällen das Genehmigungsverfahren erheblich abgekürzt werden kann.

Zahlreiche Schutzgüter erfordern nach dem Gutachten keine separate Prüfung mehr, da eine erhebliche Schädigung beim Bau von Bahntrassenradwegen in der Regel ausgeschlossen werden kann.

 

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