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Das Erzgebirge durchziehen zahlreiche Flüsse in Süd-Nord-Richtung. Entlang der Flußtäler kann man hinaufklettern zum Kamm des Gebirges. Dabei gibt es viel über die Geschichte der alten Bergbauregion zu erfahren. Viele technische Denkmäler sind eingebettet in romanischer Landschaft. Die Bergbaustädte zeugen von einstigen Reichtum und oben bieten sich herrliche Aussichten über das Land. Das westlichen Erzgebirge ist dünner besiedelt. Große zusammenhängende Wälder laden hier ein zum Natur- und Landschaftserleben. Trinkwasserstauseen liegen erinnern in ihrer Ruhe an schwedische Seenlandschaften abseits der touristisch ausgetretenen Pfade. Das Erzgebirge ist noch keine Fahrradregion, dazu fehlt es einfach an der Infrastruktur. Aber wer sich mit einer guten Karte bewaffnet und nicht unbedingt eigene Radwege braucht, der kann auch schöne Ausflüge machen.

Radrouten mittleres Erzgebirge

Neben der Zschopau bieten sich das Tal der Flöha, das Schwarzwasser oder das Preßnitztal für Radwanderungen an. Auch wenn die Routen durch das Tal laufen, so muß das nicht bedeuten, dass sie steigungsarm sind. Nicht überall sind Wege ausgeschildert.

Preßnitztalradweg

Der Rad- und Wanderweg beginnt im Zschopautal nahe in der Nähe von Annaberg-Buchholz. Beginnend in Wolkenstein führt er entlang der Preßnitz über Niederschmiedeberg, Streckewalde, Steinbach, Schmalzgrube vorbei am Museumsbahnhof Jöhstadt bis ins Tschechische zum Preßnitzstausee. Er ist 37 km lang und hat eine ständige leichte Steigung, die auch für ungeübte Radfahrer problemlos ist (Tallage, oft auf dem Bahndamm). Die Bauherren entschieden sich gegen Asphalt, so dass nun nach einigen Jahren die sangeschlämmte Oberfläche nicht mehr ideal ist. Mit einem Trekkingfahrrad lässt sich die Route aber trotzdem gut befahren. Das ist auch zu empfehlen, da die ländlichen Autofahrer auf der parallelen Straße kein Verständnis für Radfahrer haben, die auf Asphalt fahren wollen.

Es folgt eine Beschreibung des Teilabschnitts vom Wanderparkplatz Streckenwalde bis nach Jöhstädt (20 km), für die wir Gotthard Clauß aus Einsiedel herzlich danken.

Abschnitt Streckewalde Steinbach 

Ab Streckewalde nutzt der Weg überwiegend die Trasse der ehemaligen Schmalspurbahn. Auf ganz kurzen Abschnitten muss in den Orten Niederschmiedeberg und Steinbach die Straße genutzt werden. Unterwegs gibt es mehrere Infotafeln und Rastplätze. Fast alle Orten an der Strecke bieten die Möglichkeit einzukehren oder sich an einem Kiosk zu versorgen. Die Beschilderung war im Sommer 2007 bis auf einen fehlenden Hinweis in Steinbach vollständig.

Abschnitt Steinbach Schmalzgrube, St. Andreas-Gegentrum-Stollen

In Steinbach muss wieder auf einem kurzen Stück die Straße benutzt werden. Danach geht es parallel zur Schmalspurbahn auf sandgeschlämmtem Rad- und Wanderweg bis zum Rastplatz am Stollen. Bei Museumsbetrieb kann hier Eisenbahn erlebt werden, wie sie fast hundert Jahre das Leben im Erzgebirge begleitet hat.

Abschnitt Schmalzgrube, St. Andreas-Gegentrum-Stollen – Jöhstadt

Ab Stollen ist der Weg kaum noch für Radwanderer geeignet. Wer weiter nach Jöhstädt fahren möchte, dem sei die Straßennutzung empfohlen.

Weitere Informationen

Radfernweg Bayreuth-Zittau / Radroute Sächsisches Mittelgebirge

Der Radfernweg Bayreuth-Zittau ist ein Relikt aus der Vergangenheit. In der Radverkehrskonzeption Sachsen gibt es ihn nicht mehr und wird ersetzt durch die Radroute Sächsisches Mittelgebirge, die fast den gleichen Streckenverlauf nehmen soll. Egal wie die Route heißt, sie ist eine reizvolle und anspruchsvolle Strecke, die erst das Erzgebirge in West-Ost Richtung quert um die Talrouten zu verbinden und dann östlich des Elbtals in die sanfte Lausitzer Berge zu führen.

Im Erzgebirge verläuft die Route nahe zur Kammtour Erzgebirge. Im Abschnitt Zschopau - Wolkenstein - Pobershau - Seiffen - Neuhausen überlagert sich die Route mit der Radroute Silberstraße und ist als diese ausgeschildert. In der Oberlausitz ist der Fernradweg identisch mit dem auch hier beschreibenen Umgebindehausradweg.

Charakteristik: Der Radfernweg Bayreuth-Zittau ist nur im Abschnitt Bayreuth - Pobershau als solcher ausgeschildert, aber auch nicht vollständig. Einzelne Schilder findet man auch östlich der Elbe.

Die Streckenführung erfolgt größtenteils auf ruhigen Straßen, sandgeschlämmten Wald- oder Feldwegen. Einige Abschnitte nutzen Straßen, die stärker befahren sind. Die Strecke windet sich durch das Gebirge und quert zahlreiche Täler. Demnach hat sie reichlich Steigungen und Gefälle zu bieten.

Für konditionierte Radfahrer bietet der Weg die Möglichkeit die Berge zu erleben und sich dabei sportlich zu betätigen. Für wenig versierte Radfahrer oder Familien ist der Weg eher nicht geeignet, möchte man auf gelegentliches Schieben verzichten. Augrund der lückenhaften Beschilderung sind Kartenmaterial oder GPS-Gerät zu empfehlen.

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