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ADFC Fahrradklima Test 2016 Motiv 560x420 webWie sehen lebenswerte Städte und Gemeinden aus, was bieten sie, damit Radfahrer aller Altersstufen sich wohl und sicher fühlen? Am besten können das die Radfahrer selber bewerten. Darum ruft der ADFC dazu auf, am Fahrradklima-Test teilzunehmen, dem großen Zufriedenheitsbarometer für Deutschlands Radfahrer.

Anhand von 27 Fragestellungen können sie bewerten ob das Radfahren in der eigenen Stadt oder Gemeinde Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege im Winter geräumt werden und ob sie sich sicher fühlen, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs sind.

 

Beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test im Jahr 2014 haben deutschlandweit über 100.000 Menschen in 468 Städten mitgemacht. In Sachsen waren über 5000 Teilnehmer dabei, 23 Städte im Freistaat sind ins Ranking hineingekommen.

Vom 1. September bis zum 30. November 2016 finden Sie die Umfrage im Netz auf www.fahrradklima-test.de. Neuigkeiten und Updates zum ADFC-Fahrradklima-Test postet der ADFC auf Twitter und Facebook unter #fkt16 und #radklima. Die Ergebnisse finden Sie ab Frühjahr 2017 auf www.fahrradklima-test.de.

Machen Sie gleich mit beim Fahrradklima-Test 2016
Pressemitteilung des ADFC Sachsen, März 2015: Stagnation beim Fahrradklima in Sachsen

Heute wird in erster Lesung der Doppelhaushalt des Freistaats für 2017/2018 im Landtag behandelt. Eine entscheidende Nachricht gleich zu Beginn: Die im Vergleich zu den Jahrzehnten vorher relativ hohen Mittelansätze des Haushalts 2015/16 sind auch im Doppelhaushalt 2017/18 vorgesehen.

Der Posten "Förderung Radverkehr einschließlich SachsenNetzRad" wird voraussichtlich auch 2017/18 mit 8 Mio. Euro jährlich gefüllt sein, auch der Haushaltsposten "Bau von Radwegen" soll wie 2016 schon, 4 Mio. Euro betragen. Eine halbe Mio. mehr - und damit 1,5 Mio. - werden 2017 und 2018 jeweils für die Wegweisung bzw. die Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit zur Verfügung stehen.

Von Seiten der EU stehen jährlich 3,5 Mio. Euro EFRE-Mittel für den Radverkehr zur Verfügung - hier kommen weitere 4,5 Mio. Ausgabereste aus 2015 hinzu.

Die Grünen im Sächsischen Landtag haben erst kürzlich kritisiert, dass die im Haushalt 2015/16 aufgestockten Mittel nur zu einem sehr geringen Teil investiert wurden und somit der parlamentarische Auftrag, die Infrastruktur für den Radverkehr zu verbessern ad absurdum geführt wurde. Diese Kritik teilen wir weitgehend. So geht der Bau von Radwegen an Staats- und Bundesstraßen seit Jahren nur sehr schleppend voran und Sachsen hinkt dem bundesweiten Schnitt hinterher.

Nun muss es darum gehen, dass die angesetzten Mittel innerhalb der nächsten zwei Haushaltsjahre tatsächlich investiert werden. Das scheiterte in der Vergangenheit immer wieder daran, dass in Kommunen und Landkreisen die Personaldecke für Radverkehrsprojekte zu dünn war und auch beim Freistaat nicht genügend Radverkehrsplaner zur Umsetzung von Projekten auf Landesebene zur Verfügung stehen. Projekte wie der Chemnitztalradweg geben Hoffnung, dass die Mittel zunehmend auch tatsächlich zweckbestimmt investiert werden.

Der Sächsische Landeshaushalt auf den Seiten des Finanzministeriums
Kritik der Grünen: Haushaltsmittel für Radwege nicht genutzt

Der Radwegebau in Sachsen geht nur schleppend voran. Ob westlich von Bautzen, ob am Mulderadwegin Glauchau, oder an der B 173 östlich von Zwickau. Die Liste von Radwegprojekten, auf die Anwohner und Radtouristen schon lange warten, lässt sich sehr lang fortsetzen. 

Ungeklärter Grunderwerb, Lücken in der Finanzierung und vor allem zu wenige qualifizierte Radverkehrsplaner in den Behörden sind die immer wieder auftretenden Antworten, die man auf das schleppende Tempo bei der Ausstattung sächsischer Bundes- und Staatsstraßen bekommt.

Der ADFC Zwickau sammelt deshalb nun Unterschriften für einen Radweg an der B 173 östlich der Stadt Zwickau. Während die Straßenbauer der Muldestadt im Stadtgebiet den Anschluss bereits weitgehend gebaut haben, kommen die Planungen für das knapp 3 Kilometer lange Stück Radweg in Richtung Mülsen nicht voran, weil im Landesamt für Straßenbau und Verkehr kein Personal vorhanden ist. Der ADFC möchte deshalb Druck auf die Landesebene erzeugen, statt politischer Versprechen nun auch die nötigen Stellen für Radverkehrsplaner zu schaffen.

Bitte unterstützen Sie den ADFC Zwickau mit Ihrem Namen bei der Petition an den Sächsischen Landtag.

Dieser Tage titelte die BILD-Zeitung: "Grüne wollen rot für Radler abschaffen." Die Forderung eines Bundestagspolitikers nach "rot-befreiten Ampeln" mag zunächst weltfremd erscheinen und ist sicher auch dem Sommerloch geschuldet. Doch was steckt hinter der Idee, die rote Ampel für Radfahrer lediglich als Empfehlung zu werten?

In Frankreich gibt es unter dem Namen «Tourne à droite cycliste» bereits seit 2012 eine Regelung, die es Kommunen ermöglicht, blinkende Lichter oder spezielle Verkehrszeichen anbringen, die es Radfahrern erlauben, auch bei rot Rechts abzubiegen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, an T-Kreuzungen dem Radverkehr das Geradeausfahren bei rot zu gestatten.

Studien aus Basel, wo seit 2013 ein Pilotversuch läuft, legen nahe, dass die Abbiegemöglichkeit rege genutzt wird, es im Zusammenhang mit dem freien Abbiegen zu keinen Unfällen gekommen ist und auch die Fälle, in denen Radfahrer querenden Fußgängern keinen Vortritt gewährt haben in sehr engen Grenzen hielten (fünf Promille). 

In der Debatte wird das freie Abbiegen bei rot oft mit dem hierzulande für den Autoverkehr gebräuchlichen Grüne Pfeil verglichen. Doch während es mit dem Grünen Pfeil für den Autoverkehr tatsächlich erhebliche Sicherheitsdefizite gibt (siehe Studie der UDV), konnte für die Regelung, bei der Radfahrer an bestimmten Kreuzungen auch bei rot abbiegen dürfen keine zusätzliche Gefährdung oder gar eine Steigerung der Unfälle nachgewiesen werden. Auch Kommunen in Deutschland bringen aufgrund des Bedarfs auch ohne die Existenz entsprechender Regelungen auf Bundesebene in Einzelfällen Verkehrsregelungen zustande, die das Abbiegen von Radfahrern bei rot ermöglichen. So hat vor einigen Jahren beispielsweise die Stadt Leipzig eine Fahrradampel mit Grünpfeil installiert (siehe Bild oben).

Es ist ein Paradoxon der deutschen Verkehrspolitik, dass der Grüne Pfeil trotz seiner negativen Auswirkungen auf die Verkehrssichrheit gerade auch an unsicheren und dafür nicht geeigneten Stellen weiter verwendet wird, während sich Verkehrspolitiker aller politischen Lager (einschließlich des Bundesverkehrsministers) gegen die Einführung einer dem französischen «Tourne à droite cycliste» vergleichbaren Regelung sperren.

Statement des ADFC-Bundesverbands zum Rechtsabbiegen bei rot
Rechts abbiegen für Fahrräder bei rot - Wikipedia
Fahrrad-Infoportal Baden-Württemberg zum Pilotversuch in Basel
Unfallforschung der Versicherer: Sicherheit von Knotenpunkten mit Grünpfeil

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Sachsen (ADFC) lädt am 14. Juni 2016 zur Gründung der Ortsgruppe Zwickau ins Brauhaus Zwickau ein. Eingeladen sind ausdrücklich alle Radfahrerinnen und Radfahrer aus Zwickau und Umgebung, die bessere und vor allem sichere Bedingungen für den Radverkehr durchsetzen wollen.

Auch wenn Sie noch nicht Mitglied im ADFC sind, laden wir Sie herzlich zur Gründungsversammlung ein. Zu dieser Gelegenheit gibt es die Möglichkeit, den ADFC ein Jahr lang zum ermäßigten Preis von 19,50€ im ersten Jahr zu testen.

Was: Gründung ADFC Zwickau
Wann: Dienstag 14. Juni 19:00 Uhr
Wo: Brauhaus Zwickau

Pressemitteilung des ADFC Sachsen zur Gründung des ADFC Zwickau

tourenbruch sachsen 2016Als Land des Fahrradtourismus hat Sachsen eine lange und bedeutende Tradition. Schon um die vorletzte Jahrhundertwende brachten verschiedene Verlage und Enthusiasten in Sachsen Tourenbücher heraus, viele davon auch durch sächsische Gefilde.

Diese Tradition lassen der ADFC Sachsen und die Sächsische Zeitung nun wieder aufleben. In unserem neuen Tourenbuch präsentieren wir 24 Touren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Alle haben eines gemeinsam: Sie führen raus aus dem Alltag und hinein in die Umgebung mit ihren landschaftlichen und kulturellen Schätzen! Die Tourenscouts des ADFC halten für Sie ein vielfältiges Angebot von Touren bereit. Von der sanft über alte Bahndämme gleitenden Tour zwischen Löbau und Bautzen bis zum Härtetest mit über 1500 Höhenmetern durchs Osterzgebirge von Schmilka nach Altenberg ist alles dabei, was das Herz eines Radfahrers höher schlagen lässt.

Das Tourenbuch wird im Infoladen des ADFC Dresden für 9,90 € erhältlich sein (Mo 10-15 Uhr, Mi 15-19 Uhr geöffnet). Bei der Sächsischen Zeitung kann das Tourenbuch ebenso bestellt werden. 

Historische Tourenbücher in der SLUB Dresden