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Ob zum Einkauf, zur Schul oder zur Arbeit: Viele Menschen würden gern mehr Wege mit dem Rad zurücklegen, wenn die eine Infrastruktur vorfinden würden, die sie dazu ermutigt. Das gilt nicht nur für Wege in der Stadt. Besonders ins Umland oder zwischen kleinen Städten trauen sich nur wenige, weil an Kreis-, Staats- und Bundesstraßen oft ein Radweg fehlt und die Straßen meist für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h freigegeben sind. Das mangelnde Radwegangebot hat mehr Autofahrten zur Folge, mit allen bekannten Problemen.

Das ist auch östlich von Zwickau so, an der B 173 Richtung Mülsen. Schon seit den 1990er Jahren wurde der Bedarf für einen straßenbegleitenden Radweg zwischen den zwei Orten erkannt. Die Ortsbürgermeister und der Landrat setzen sich seitdem für den Bau eines Radwegs östlich von Zwickau ein, scheitern aber daran, dass das für die Planung von Radwegen zuständige Land Sachsen Planung und Bau des Radwegs nicht vorantreibt.

Letztes Jahr hatte der ADFC Sachsen deshalb Unterschriften für den Radweg gesammelt. Der Landtag hat diese Woche über die Petition für den Radwegbau beraten. Im Zuge der Bearbeitung der Petition kommt nun heraus: Der Radweg ist über das Stadium der Variantenprüfung und Vorplanung noch nicht einmal hinaus. Aussagen über den Baubeginn oder gar die Fertigstellung können aktuell noch nicht getroffen werden.

Artikel in der Freien Presse: B 173: Weg noch nicht mal in Planung
Petition des ADFC vom Sommer 2016

Schon 30 Minuten täglicher Bewegung an der frischen Luft senken das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Herzinfarkt deutlich. Grund genug, ein bisschen mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. 

Aus diesem Grund beginnt am Montag die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" von ADFC und AOK. Wie in den Vorjahren können die Teilnehmer ihren Arbeitsweg zur fitnessfördernden Alltagsaktivität machen, sie müssen dafür nur im Aktionsraum vom 1. Mai bis 31. August 2017 an mindestens 20 Tagen mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Wer teilnimmt kann einen der zahlreichen Preise gewinnen, vom Ortlieb-Fahrradrucksack bis zu einer Ballonfahrt. Alle Teilnehmer der Aktion haben die Möglichkeit die ADFC-Einstiegsmitgliedschaft zu erwerben, indem sie sich auf der Website www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de einloggen, auf ihren persönlichen Radelkalender gehen und auf den ADFC-Button klicken.

„Mit dem Rad zur Arbeit“ ist auch eine ideale Ergänzung fürs Gesundheitsmanagement von Betrieben. Unternehmen können sich deshalb ab 2017 separat registrieren und erhalten auf einer speziell gebrandeten Unter-Seite eine tagesaktuelle Leistungsanzeige sowie eine Erfolgsbilanz für ihr Unternehmen.

Mehr Informationen und Registrierung unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

Laufräder, Roller, Dreiräder, Lastenräder und allerlei weitere Fahrräder zum Ausmalen für Große und Kleine. Das ist immer noch eine Seltenheit. Deshalb springt nun der ADFC ein und bringt, kreativ unterstützt von der Grafikerin Jördis Heizmann dieses wunderschöne Büchlein heraus.

Ihr Ausmalbuch können Sie sich ab nächster Woche kostenfrei bzw. gegen eine kleine Spende in den Geschäftsstellen des ADFC in Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie bei ca. 100 ADFC-Ortsgruppen deutschlandweit abholen.

Immer mehr Unternehmen setzen auf Fahrradfreundlichkeit. Denn wer regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit kommt ist nicht nur motivierter und weniger krank. Im Rennen um die besten Köpfe sind Unternehmen gut beraten, die Belange einer zunehmenden Anzahl Rad fahrender Mitarbeiter im Auge zu haben.

„Mit dem Rad zur Arbeit" - das funktioniert überall. Doch ein Unternehmen macht es seinen radelnden Mitarbeitern leichter, wenn ausreichende – und zweckmäßige – Fahrrad-Abstellplätze vorhanden sind sowie Umkleidemöglichkeiten und die Möglichkeit, feuchte oder nasse Kleidungsstücke tagsüber zu trocknen. Duschen sind nicht zwingend notwendig. Meist genügt ein Handwaschbecken zum Frischmachen. Diese Grundlagen reichen oft schon aus, um den Mitarbeitern den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zu ebnen.

Für alle Fragen rund ums Rad bietet der ADFC Unternehmen Beratung an. Für Firmen und Institutionen, die gezielt eine fahrradfreundliche Infrastruktur auf- oder ausbauen wollen – oder aber ihr bisheriges Engagement durch professionelle Begutachtung gewürdigt sehen möchten ist eine Betriebsberatung des ADFC eine sinnvolle Idee.

Der Verkehrsausschuss des Bundesrats will die Anordnung von Tempo 30 an Kindergärten, Schulen und Altenheimen deutlich erschweren. Durch eine entsprechende Verwaltungsvorschrift würde eine erst im Herbst 2016 beschlossene, fortschrittliche Änderung der Straßenverkehrsordnung in Teilen wieder zurückgenommen. Der ADFC kritisiert den Vorschlag scharf und appelliert dringend an den Bundesrat, in der Sitzung am 10. März den Ausschussempfehlungen zu widersprechen.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Es ist unfassbar, dass in Deutschland das berechtigte Interesse der Gesellschaft an Sicherheit und Lebensqualität immer wieder dem Diktat des schnellen Autoverkehrs untergeordnet werden soll! Der Bundesrat darf nicht dazu beitragen, die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer aufs Spiel zu setzen!“

Diäten, Früchtefasten, Entschlackungskuren und und und: Fasten hat seit einigen Jahren wieder Konjunktur. Es verdichten sich die Anzeichen, dass der Segen des hohen Lebensstandards gelegentlich auch mal zu einer Last werden kann.

Fasten ist bei weitem keine neue Mode, sondern eine sehr alte und über verschiedenste Kulturen verbreitete Tradition. Nach Rosenmontag und Faschingsdienstag beginnt heute die vierzigtägige österliche Fastenzeit. Kinder verzichten dabei (vielleicht nicht immer ganz freiwillig) auf Schokolade, manche Erwachsenen auf alkoholische Getränke.

Den Lebensalltag entschlacken kann man auch mit einer Aktion des Umweltbundesamts, dem Autofasten. Über vierzig Tage das eigene Auto stehen lassen und dafür Alternativen ausprobieren, das ist die Idee. Gehen Sie doch mal zu Fuß zur Arbeit! Arbeiten Sie sich mal in das Ticketsystem der Straßenbahn ein. Und vor allem steigen Sie auf Ihr Rad und probieren aus, auf welchen Wegen Sie mit dem Rad zur Arbeit kommen.

Vielleicht bringt das Autofasten ja auch für die eigene Fitness nachhaltigeren Effekt als die "üblichen" zweiwöchigen Fastenkuren.

Süddeutsche Zeitung: Autofasten - Sind Sie dabei?
www.autofasten.de